Archiv für Juni 2009
Creative Zen und Linux
Ich habe mich die letzten Tage nach einem MP3-Player umgesehen. Er sollte MP3 und OGG abspielen, außerdem auch Videos, und sich mit Linux gut vertragen. In einer Vorauswahl hatte ich mich mit mir selbst auf einen Sandisk Sansa Fuze und einen Creative Zen geeinigt.
Ich habe mich nun doch für den Creative entschieden. Die Bedienung des Sansa ist mir zu gewöhnungsbedürftig: Er hat zwar ein großes Drehrad mit 4 Wege-Taste, aber um auf- und abzuklicken, muss man das Rad drehen. Einfach oben oder unten klicken geht nicht. Die Menüs wirkten lieblos. Das Display löst deutlich schlechter aus als beim Zen. OGG konnte er von Haus aus auch nicht.
Das kann der Zen zwar auch nicht, aber das Display ist besser und das ganze Gerät wirkt wertiger. Leider meldet er sich nicht als Massenspeichergerät sondern als MTP-Gerät, lässt sich aber recht gut auch in Linux ansprechen.
Um nun Videos oder ganze Filme in ein erträgliches Format zu bringen, habe ich auf ubuntuusers.de ein Skript gefunden:
mencoder $INPUT -vf pp=de,crop=0:0:0:0,scale -zoom -xy 320 -ovc xvid -xvidencopts bitrate=400:chroma_opt:vhq=4:bvhq=1:quant_type=mpeg -ffourcc XVID -oac mp3lame -lameopts abr:br=128 -af volume=1:sc -o $OUTPUT.avi
Dafür muss natürlich mencoder installiert sein. $INPUT ist die Eingangsdatei, z.B ein H.264-codierter Podcast oder ein ganzer Film, $OUTPUT die Ausgabedatei. Die Dateiendung muss hier .avi sein.
Mit
mtp-sendfile $OUTPUT.avi 107
lässt sich die Datei auf den Player übertragen, wenn er denn per USB angeschlossen ist mtp-tools installiert sind. 107 ist die ID des Zielordners. Diese findet man mit mtp-folders heraus.
Wahlweise gibt es auch mtpfs, dass das MTP-Gerät als Dateisystem anbietet, dann kann man mit einem normalen cp die Datei auf den Player übertragen.